Eine blaue Drehtüre gibt uns den Weg frei zu einer blauen Treppe, das Gewölbe über uns aus Felsen verwandelt sich im Gletscher. Wir sind mitten im Jungfraufirn. 20 Meter unter dem Aussichtsplateau, an der Wasserscheide Europas türmen sich die Eismassen, die langsam Richtung Norden wandern und deren Wasser einmal in die Nordsee fliessen wird. Vor uns öffnen sich lange Gänge höhlenartig, weiten sich zu Räumen und Hallen. In den 30er Jahren beginnen zwei Bergführer, diese gewaltige Halle aus dem Glestschereis zu schneiden. In Handarbeit, mit Eispickel und Säge ensteht die 1000 Quadratmeter grosse Fläche, die sich vor uns eröffnet. Das Werk ist nie vollendet. Die Grotte muss künstlich auf minus drei Grad klimatisiert werden, die Decken und das Gewölbe der Gänge regelmässig nachgehauen werden. In Nischen tauchen die ersten Eisskulpturen auf, bläulich schimmert eine ewige Welt aus Eis.
Der Eispalast ist ganzjährig in Betrieb.
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